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Die Anfänge

Die Metbrauerei begann 1999 mit der Idee einer kleinen Pen&Paper-Rollenspielgruppe, man könne doch mal Met, passend zum Spiel, selbst ansetzen. Als Brauer und Mälzer und damaliger Student der Brau- und Getränketechnologie war ich für diese Aufgabe prädestiniert und die Experimentierphase begann.

Der erste Versuch ergab Honigwasser und brachte die Erkenntnis, dass nicht jede Brauhefe geeignet ist. Bald aber war die richtige Hefe gefunden und es entstand tatsächlich Met. Dieser war sehr stark (bis zu 18 % vol.), was der Tatsache geschuldet war, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht über die technischen Möglichkeiten verfügte, die Gärung zu stoppen, ohne auf Geschmack zu verzichten.

Der erste kommerzielle Auftrag, 100 Liter Met innerhalb von zwei Wochen für eine Mittelalterveranstaltung herzustellen, war eine Herausforderung. Nach eigentlich zu kurzer Gärzeit wurde der Met vom Typ Federweißer mit Apfelsaft in Bierfässer, Glasballons und andere verfügbare Behälter abgefüllt und ausgeliefert. Das Getränk kam gut an und was übrig blieb, wurde nach erfolgreich abgeschlossener Gärung einige Monate später unters Volk gebracht.

Im darauffolgenden Jahr wurde vom selben Veranstalter wieder eine große Menge geordert. Diesmal ging der Auftrag rechtzeitig ein, sodass der Met pünktlich zur Veranstaltung fertig war. Der Absatz war allerdings nicht so groß wie erhofft und es galt, die übrig gebliebenen 120 Liter anderweitig loszuwerden. Abgefüllt in gereinigte alte Cider-Flaschen begann der Verkauf an Freunde und Bekannte.

Der Metshop etabliert sich

Nach und nach fanden sich immer mehr Abnehmer. Auch Kneipen, kleine Läden und Online-Shops in Berlin, später deutschlandweit und in Österreich, den Niederlanden und der Schweiz verkauften den Honigwein, der mittlerweile Elrox-Met hieß.

Parallel zum Ausbau der Kapazitäten wurden der Brauprozess und die Rezeptur optimiert. So verzichtete ich bereits nach kurzer Zeit auf den Einsatz von Schwefel. Die Abfüllung, anfangs noch von einem externen Anbieter durchgeführt, nahm ich bald selbst in die Hand. So hatte ich mehr Kontrolle und war flexibler in der Menge des abzufüllenden Mets. Ich konnte so auch Flaschen und Verschlüsse selbst bestimmen.

Um die Gärung besser zu steuern, begann ich, den Met vor der Abfüllung zu filtrieren. Dadurch konnte ein stabiler Alkoholgehalt von ca. 12 % vol. erreicht werden. Der zu Beginn als Hefestarter verwendete Apfelsaft stellte sich als überflüssig heraus, sodass ich diesen von der Zutatenliste streichen konnte. Mit Einführung der Heißabfüllung war sichergestellt, dass Elrox®-Met sich bei richtiger Lagerung mehrere Monate hält - wenn er nicht vorher alle ist.

Mein Honigwein wurde nicht nur ständig optimiert, sondern auch variiert. So gab es viele Sorten, die anderswo nicht zu bekommen waren. Auch wenn die Sortenvielfalt oft die Kapazitäten des Braukellers sprengte und ich nie alle Sorten gleichzeitig zur Verfügung halten konnte, machte mir das Ausprobieren neuer Rezepte sehr viel Spaß und bei den Kunden kam dies gut an. Und meine Experimentierfreude ist ungebrochen.

Heute und morgen

Qualität hatte für Elrox®-Met immer höchste Priorität. Um dies auch in Zukunft gewährleisten zu können, habe ich meine Ansprüche neu formuliert und, gemeinsam mit dem neuen Design, auch die Produktpalette verschlankt. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und puren Metgenuss aus möglichst wenigen ausgesuchten Zutaten zu ermöglichen.

Metsorten, die aus einem Gemisch von Met und Saft oder Sirup bestehen, wurden daher aus dem Programm genommen. Doch niemand muss auf seine Lieblingssorte verzichten. So einfach wie Wikingerblut (Met + Kirschsaft) lässt sich z.B. Cassismet (Met + Cassissirup) herstellen. Ich biete mit der Klassikedition einen hervorragenden Met als Grundlage für alle Mischexperimente. Die Rezepte der alten Sorten sind archiviert, wer Interesse an dem ein oder anderen hat, darf mich gerne kontaktieren.

Selbstverständlich wird es auch weiterhin originelle Sorten von Elrox®-Met geben. Kräuter- und Gewürzeditionen werden nach wie vor hergestellt und weitere neu entwickelt. Eines ist sicher: die Ideen gehen mir nicht aus.